Kostenloser Test · TGI-SR+

Test auf anhaltende Trauer (TGI-SR+)

Zweiundzwanzig Aussagen zeigen, wie schwer die Trauer um einen nahestehenden Menschen im letzten Monat auf Ihnen lag: Sehnsucht, aufdrängende Gedanken, Betäubung, Mühe, den Verlust zu akzeptieren. Das ist ein Screening, keine Diagnose. Der Wert zeigt, wie stark die Trauer ist und ob ein Gespräch mit jemandem helfen kann, der mit Verlusten arbeitet.

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Was gemessen wird

Der TGI-SR+ (Traumatic Grief Inventory-Self Report Plus) wurde in den Niederlanden von Paul Boelen, Lonneke Lenferink und Kolleginnen und Kollegen entwickelt. Die 22 Aussagen folgen den Symptomen der Anhaltenden Trauerstörung im DSM-5-TR und in der ICD-11. Sessio zählt jede Antwort von 0 (nie) bis 4 (immer), die Summe reicht also von 0 bis 88; die Autoren zählen von 1 bis 5 (22 bis 110), zum Vergleich mit ihren Tabellen addieren Sie 22. Die Schwelle der deutschen Studie (Treml und Kollegen, 2024) liegt bei 65 auf deren Skala, hier also bei 43. Ein höherer Wert bedeutet stärkere Trauer.

Das ist keine Diagnose

Ein Fragebogen unterscheidet starke Trauer nicht von einer Störung, und kein Wert sagt, dass Ihre Trauer falsch oder zu lang wäre. Das kann nur eine Fachperson nach einem Gespräch beurteilen. Wenn Gedanken ans Sterben kommen, sprechen Sie noch heute mit jemandem, dem Sie vertrauen, oder rufen Sie eine Hilfe-Hotline an.

Was mit den Antworten passiert

Die Punktzahl wird direkt im Browser berechnet. Ihre Antworten erreichen unseren Server nur, wenn Sie Ihr Ergebnis per E-Mail anfordern: Wir erstellen die E-Mail, die Antworten speichern wir nicht.

Wie lange nach einem Verlust ist der Test sinnvoll?

Starke Trauer in den ersten Monaten ist normal. Von anhaltender Trauer sprechen Fachleute erst, wenn sie sechs Monate nach dem Tod (ICD-11) oder zwölf Monate danach (DSM-5-TR) noch so schwer ist. Liegt der Verlust kurz zurück, zeigt der Wert nur, wie es Ihnen jetzt geht.

Woher kommt die Schwelle?

Aus einer Studie mit mehr als tausend Trauernden in Deutschland (Treml und Kollegen, 2024): ab 65 auf der Skala der Autoren (43 hier) war eine anhaltende Trauer nach DSM-5-TR wahrscheinlich. Niederländische Studien fanden 71, andere Länder bis 75; die Schwelle ist ein grober Anhaltspunkt, keine feste Grenze.

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Quelle: TGI-SR+: Lenferink L. I. M., Eisma M. C., Smid G. E., de Keijser J., Boelen P. A., 2022, Valid measurement of DSM-5 persistent complex bereavement disorder and DSM-5-TR and ICD-11 prolonged grief disorder: The Traumatic Grief Inventory-Self Report Plus (TGI-SR+), Comprehensive Psychiatry 112, 152281, DOI 10.1016/j.comppsych.2021.152281. Text: deutsche Fassung, Aussagen 1-18 von Comtesse H. und Rosner R., 2017, Aussagen 19-22 von Franzen M., Heeke C. und Lenferink L. I. M., 2019 (osf.io/rqn5k, CC BY 4.0). Schwelle: Treml J. und Kollegen, 2024, European Journal of Psychotraumatology 15(1), DOI 10.1080/20008066.2024.2421706. Die fünf Antwortstufen stehen nicht auf dem deutschen Bogen und wurden von Sessio nach der englischen Skala ergänzt.

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